Gesprächsrunde „Zukunft des öffent-lichen Verkehrs in Weilheim“

Eine Themenbeschreibung *), die so nicht alle Tage daherkommt. Leider wurde wenig, besser, zu wenig daraus gemacht!

Auf Einladung von PRO BAHN e.V.  sollten die „Herausforderungen wie Klimaschutz, Verkehrsbelastung und steigende Nachfrage nach Mobilität“ mit dem Bürgermeister und den „Damen und Herren des Stadtrats“ diskutiert werden. Entsprechend erwartungsvoll fanden sich zehn StadträteInnen von BfW, CSU, FW und Grüne ein, (Bürgermeister Loth war nicht dabei) und mussten sich mehrheitlich erst einmal unverhohlen geäußerte Kritik anhören. Kritik dergestalt, dass Norbert Moy als „Moderator“ als auch Dr. Matthias Wiegner wiederholt ihre Enttäuschung über die Ablehnung des Bahnhaltepunks „Weilheim Süd“ zum Ausdruck brachten und damit knapp eine Stunde des Treffens regelrecht „verplemperten“! Praktisch alle Aspekte der drei Jahre währenden Diskussion, die letztendlich zur Ablehnung des Bahnhalts durch den Stadtrat am 1.3.2018 führten, wurden neuerlich aufgewärmt!
Nicht wenige der anwesenden Räte schüttelten schon nach kurzer Zeit den Kopf, ob dieser „Gesprächsstrategie“. Hieß es doch im Einladungsschreiben u.a. „Wir möchten daher im Gespräch (…) Ihre Strategien gerne näher kennenlernen.“

Nur zögerlich wurden im weiteren Verlauf Konturen einer „Weilheimer Verkehrswende“ deutlich, wie sie Moy bezeichnete, vor allem aus Sicht von PRO BAHN.
Die erklärten Ziele im Einzelnen :
– Ja, Pro Bahn wird in Sachen Bahnhalt in der Au nicht locker lassen…
– neuerliche  Elektrifizierung der Pfaffenwinkelbahn (Anm.: Ab den 70er Jahren wurde die Strecke von der damaligen Bundesbahn von Elektro- auf Dieselbetrieb umgestellt)
Stadtbusangebot von und zur Au  (Anfrage an den Betreiber, die Stadtwerke, ergab eine mögliche Realisierung 2020)
– Halbstundentakt nach Peißenberg

– Bestrebungen zur Revitalisierung der Bahnhöfe/-halte Polling, Wielenbach und Peißenberg voranbringen…
– Bau eines Bahnhalts „Schongauer Krankenhaus“
– abschnittsweise Zweigleisigkeit auf der Strecke Tutzing – Weilheim
– Zustimmung zu einer direkten Verbindung Weilheim – Penzberg (auch als Busangebot)

Aufgefangene Diskutandenmeinungen:
– …auch wenn das Votum gegen den Au-Halt hier vielen nicht passt, in der Stadtteildiskussion i. d. Stadthalle saßen doch keine Dummköpfe…
– ist der Au-Halt denn zentral für die Lösung von Weilheims Verkehrsproblemen?
– wie schaffen wir Verhältnisse in der Fläche, dass Siedlungen, Gemeinden, Betriebe usw. mit dem Bus besser erreichbar sind?

Peißenbergs Bahnhof liegt im Dornrößchenschlaf
– Fa. Roche ist sehr wichtig als Partner des ÖPNVs, die Planungen einer WM-Penzberg-Verbindung betreffend
– Peiting ist mit zwei Haltestellen in Ordnung
– Autoverkehr vermeiden können wir praktisch nicht, auch das geplante Parkdeck am Bahnhof WM wird mehr Verkehr verursachen…
– was passiert denn jetzt mit unseren Forderungen im Stadtrat?
– …
ah

*) Auf der Homepage von ProBahn liest sich der Gesprächsanlass dann doch ziemlich anders! mehr…

Ein Kommentar

Eingeordnet unter entlang der Au

Eine Antwort zu “Gesprächsrunde „Zukunft des öffent-lichen Verkehrs in Weilheim“

  1. Kittel

    Hallo Herr Honisch,

    danke für die ausführliche Information über diese Gesprächsrunde, die durch ProBahn initiert war. Von vornherein war allerdings klar, dass Probahn dies nur als Vorwand nehmen würde, um hauptsächlich auf einer demokratisch getroffenen Entscheidung (wie auch z.B. im Falle der Fussgängerzonen-Erweiterung) des Stadtrats und der Bevölkerung, aufgrund von Fakten – herumzuhacken. Dies zeigt eindeutig die lobby-gesteuerte Einstellung von Probahn, die sich Argumenten entzieht, die nicht im Sinne dieses Vereins sind (eben nur ein Verein). Was für ein Demokratieverständnis. Allein die Tatsache, dass hier durch einen Verein ein(bzw. vor)geladen wurde, (und hier ohne weitere Beteiligung von Betroffenen), ein gewählter Stadtrat sich „rechtfertigen“ soll, spricht Bände. Probahn geht es nicht um ein intelligentes ganzheitliches Mobilitätskonzept für Weilheim – das verbietet sich der Verein schon durch die selbsgewählte Aufgabenstellung. Bahn und Schiene zuerst – nach uns die Flut. Weitblick Fehlanzeige.
    Und an die Adresse von Probahn, die in Sachen Bahnhalt Au nicht locker lassen will > alle Betroffenen werden auch weiterhin nicht lockerlassen, dass der Bahnhalt Au – nicht kommt. Und dafür wird man sich weiterhin demokratisch einsetzen, und den Stadtrat in seiner nun endgültig getroffenen Entscheidung kräftig unterstützen.

    Kittel

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