Pfaffenwinkelbahn soll ab 2019 in der Au halten

Immer mal wieder war die Rede von einem zweiten Halt der Bahn in Weilheim, nämlich im Süden, in der Au. In der Nähe des Gleisgabelung der Werdenfels-Linie und der Pfaffenwinkelbahn, am Bahnübergang Geistbühelstraße.
2000 in Form eines Firmenwunsches der Telekom, um ihren Mitarbeitern aus dem Westen des Landkreises eine besser BRB-Anbindung zum Gewerbegebiet Trifthof zu bieten (siehe Umfrage!).WM_Süd_logo
Zuletzt Ende 2014 im Konzept des Landkreises zur bessere „Optimierung der Eisenbahninfrastruktur im Landkreis…„.
Geplant ist nun – gemäß den Vorabinfos aus dem Bay. Verkehrsministerium – ein Halt ausschließlich für die Züge der Bayerischen Regionalbahn (BRB) nördlich des bestehenden Bahnübergangs „Geistbühelstraße“, in Höhe der beiden Anwesen entlang der Straße zum Ammerschulparkplatz zu realisieren!
Zusätzlich zu einigen Pendlern ins Gewerbegebiet, sollen hauptsächlich die Schülerströme aus dem Peißenberger Raum umgeleitet werden, mit einem Ausstieg bereits im Süden Weilheims, an der Geistbühelstraße.
Geplant ist u.a.:
1. ca. 120 mtr. langer Bahnsteig, nördlich des Bahnübergangs „Geistbühelstraße“, parallel zur Straße zum Ammerschulparkplatz
(siehe auch Abb. i. SZ-Artikel (7./8.03.15)

2. eine Überdachung des Haltepunkts, mit Ausstieg nach Westen, ca. 30 mtr. nördlich des BÜ.
3. ein Park&Ride-Angebot, also Parkplätze, östlich des Bahnübergangs „Geistbühelstraße“,  Liegenschaft „Dietmayr“.

  mehr… Bay. Staatsministerium      mehr… DB        mehr… BR B5   

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8 Kommentare

Eingeordnet unter WMer Stadtteil "In der Au"

8 Antworten zu “Pfaffenwinkelbahn soll ab 2019 in der Au halten

  1. Kittel

    das kann ja heiter werden, Aussteigen auf der Westseite, dann erst mal über die Strasse „In der Au“ laufen, trotz Autoverkehr, dann über den Bahnübergang Geistbühelstrasse in die Schule laufen, das gleiche zurück, natürlich immer bei geschlossener Schranke, weil man ist ja eh zu spät. Und es sind ja nicht einzelne Personen. Es sind SchülerStröme. Ich sehe heute schon die Autofahrer, die ihre Kinder und andere Personen dann direkt vor dem Eingang der Haltestelle aussteigen lassen, und auf der engen Strasse (In der Au)) für Staus und Ärger sorgen werden, durch verbotenes Anhalten. Dann noch die Leute, die dann verbotenerweise zwischen den Gleisen in den Trifthof laufen werden. Und das gleiche mit Park&Ride. Verkehrstechnisch und organisatorisch der größte Mist. Bei Park&Ride werden sich eh bloss wieder die breit machen, die heute schon auf dem Ammerschulparkplatz keinen kostenlosen Parkplatz finden, und verbotenerweise beim Netto-Discount den ganzen Tag parken. Und die Au, in dem Zusammenhang noch zu sagen, wird immer weiter verkommen. Das ist keine Stadplanung. Keine Planung im Sinne der Bewohner, das ist Auslagern der Bahnprobleme auf dem Rücken der Einwohner.

    • Kann ich durchaus teilen, Ihre Einwände.
      In Gespräche mit den Au´ lern – zum gepl. Bahn-Halt – tauchen auch immer wieder folgende Einschätzungen auf:
      – Sinnhaftigkeit des Halts in relativer Nähe zum Bahnhof
      – ohne Unterführung für Radler + Fußgänger geht gar nichts…
      – überzeugende Zahlen, was die Fahrgastmengen (SchülerInnen, Berufspendler aus Peißenberg, SOG etc.) angeht, die in der Au zu- und aussteigen
      – Lärmbelästigung durch die Zugstopps
      – Querungsproblematik entlang der Geistbühelstr., bis hinauf zum Schwimmbad
      – Gesamtgestaltung des Dietmayr-Angers wenn im Westen vor dem Bahndamm tatsächlich ein Park&Ride Platz kommt…

      • Kittel

        ja, zum gleichen Thema habe ich ja, wie Ihnen auch bekannt, im Juli 2000 (tatsächlich schon so lange her) zu den damaligen Planungen der DB über den geplanten Halt in der Au ausführlich an den Stadtrat/Verkehrsausschuss/Bahn geschrieben. Damals war ja auch noch ein Halt für die Garmischer Strecke geplant. Die Argumente von damals gelten auch heute noch. Vielleicht dauerts wieder 15 Jahre, bis zum nächsten Anlauf :-). Auch heute dürfte die Mehrheit nach Umfragen dagegen sein.

  2. Norbert Moy

    Hallo Herr Honisch,
    die Diskussion läuft derzeit in die falsche Richtung: Es geht nicht darum, ob dort (Weilheim Süd) die Weilheimer einsteigen, um nach München zu fahren. Es geht vor allem um die Bahnkunden, die nach Weilheim kommen, natürlich auch Schüler oder Beschäftigte im Trifthof, Kinobesucher usw. Die Schüler werden auch nicht „umgeleitet“, der Schulweg verkürzt sich vielmehr um einiges. Die Lage nödlich des BÜ Geistbühelstrasse finde ich nicht glücklich, m.E. gehört der Bahnsteig in den „Zwickel“ südlich davon. Wichtig ist ein legaler und sicherer Zugang zum Trifthof, damit endlich die illegalen Gleisquerungen über die KBS 960 entlang des Fußwegs zwischen Aufeldstrasse und Geistbühelstrasse aufgelöst werden können. Da gab es auch schon Unfälle. Mal über den Weilheimer Tellerrand geblickt: man wohnt in Peiting oder Peißenberg und arbeitet im Trifthof. Als Zugfahrer kann man seinen Arbeitsplatz sehen, dann fährt man noch einen guten Kilometer weiter und darf dann 20 Minuten zurücklaufen. Da wird kaum jemand auf den ÖV umsteigen. Deswegen ist es schon richtig, dass eine Regionalbahn überall dort hält, wo Menschen arbeiten, wohnen oder sonst ein Ziel haben. Schon seit Jahren wirbt PRO BAHN für einen neuen Halt Peißenberg Nord am BÜ Forster Strasse. Auch das würde viel bringen, ebenso auch die Verlängerung der Strecke zum Schongauer Krankenhaus.
    Norbert Moy

    • Guten Morgen, Herr Moy.
      Freut mich, dass Sie sich als ausgewiesener Bahn-Kenner am Blog zum „Haltepkt. Süd“ beteiligen.
      Lassen wir mal die „Qualität“ der PR-Arbeit, also wie die Bahnoberen den Halt öffentlich gemacht haben weg, so bleiben dennoch erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Unterfangens. Und das nicht nur für die Bewohner des betroffenen Viertels. Stadtspitze als auch der Rat waren mehr als „erstaunt“ von dem Vorpreschen…
      Dass die Weilheimer am gepl. Südhalt in den Zug nach München einsteigen hat – glaube ich – ernsthaft niemand behauptet.
      Die tatsächl. Zsm.setzung. des Kundenpotenzials, das am Südhalt ein- und aussteigt ist mit „Schüler oder Beschäftigte im Trifthof, Kinobesucher…“ vermutl. richtig getroffen, wird sich aber zahlenmäßig bei den Beschäftigten + Kinobesuchern wohl ziemlich in Grenzen halten.
      Aus Sicht der Geschäftswelt, werden die Schülerströme aus Peiting und SOG kommend natürlich umgeleitet, heraus aus dem Stadtzentr., verlagert auf eine dafür völlig ungeeignete Geistbühelstr. Dieser „Schulweg“ beginnt gemäß den Plänen v. DB Netz mit einer Überquerung!! (Bauausschuss v. Mrz. 15) des Bahnübergangs und endet mit der Kreuzung der Pollinger Str. am Schwimmbad. Alles keine überzeugenden Neuerungen oder Verbesserungen aber halt „preisgünstig“!
      Erheblich sind natürlich auch die Ansprüche der Anwohner der Au.
      Bahnhalte verändern immer auch die Qualität eines Viertels und die ablehnende Meinung zum Südhalt ist deshalb mehr als deutlich.
      Zu den Planungen gehört bekanntermaßen auch ein Park&Ride-Platz, der naturgemäß Individ.verkehr anzieht. Stadtentwicklungsmäßig kommt man zu der Erkenntnis „alles ziemlich unausgegoren besser unüberlegt!“ Ich erwähne dazu nur die krzl. genehmigte „Dietmayr-Anger-Bebauung“ samt Hotel, nördl. der Geistbühelstr..
      Also, Herr Moy, die Sache bleibt – so wie sie jetzt aufgezogen wurde – betrüblich spannend. Lassen Sie uns dazu im Gespräch bleiben.
      Frohe Ostern auf diesem Wege!
      Alfred Honisch

    • Kittel

      Hallo Herr Moy,

      es geht natürlich nicht darum, ob Bahnkunden zum Bahnhof wollen, um nach München zu fahren. Das hat auch bislang nicht zur Debatte gestanden. Einen legalen und sicheren Weg zum Trifthof, den Sie ja erwähnen, gibt es schon jetzt, die Leute sind nur faul, ihn zu benutzen, dauert halt fünf Minuten länger. Kinobesuche finden spätnachmittags oder abends statt, da wird wohl kaum einer nachts zum neuen Zughalt laufen. Und für die Zugfahrer, die derzeit am Trifthof vorbeifahren, um dann zurückzulaufen, soll die Bahn einen Pendelverkehr einrichten, oder mit dem Stadtbus entsprechende Fahrlinien einrichten. Das kommt billiger und sicherer, als die jetzige unausgegorene Planung für einen sinnlosen Halt. Und die Geschäftsleute werden Ihnen dankbar sein, dass wichtige Kundschaft erhalten bleibt. Von den erheblichen Sicherheitsproblematiken der Schülerströme am Bahnübergang bis hin zu den Schulen nicht zu reden. Ja, und ausserdem gibt es für die Peissenberger Schüler und Umgebung bereits jetzt Busverkehr. Einen Zughalt im Zwickel einzurichten verschärft die Sicherheitslage dramatisch, die Fahrgäste stehen beim Ein- und Aussteigen mitten zwischen den Gleisen. Schon 2000 war die, zum Glück nicht weiterverfolgte, Planung der Bahn sehr unglücklich, und wird mit den jetzigen Plänen auch noch schlechter.

      • Kittel

        Ach ja, ein Runder Tisch, nur mit ein paar Auswerwählten, bringt gar nichts. Befragung der Anwohner, die betroffen sind, sind mit einzubeziehen, so wie es Herr Honisch mit der eingeleiteten Umfrage zum Halt Weilheim-Süd getan hat. Hier zeigt sich schon klar der Trend, dass die Mehrheit gegen diesen Unsinn ist.

  3. Grüß´ Sie, Herr Kittel.
    Ihrem Kommentar ist nichts Wesentliches mehr hinzuzufügen!
    Werde dazu noch ´nen Leserbrief verfassen, der vor allen weiteren Diskussionen zu einem Bahnhalt definitiv eine Unterführung für Fußgänger und Biker zur Grundlage macht. Dann dürfte sich das Problem wohl für die nächsten 20 Jahre erledigt haben, hoffentlich. :-))
    MfG
    Alfred Honisch

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